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Ein ganz fahler Bolet

Verfasst: 02.07.2020, 20:23
von Joachim
Liebe Pilzgesellschaft,
Am 28. 6. habe ich am Weg vom Wiener Heuberg nach Neuwaldegg einen Röhrling gefunden, der mir Rätsel aufgab.
Zuerst dachte ich an Hemileccinum impolitum - doch da ist dieses Netz am Stiel ... Jetzt hat mir Alexander Urban erklärt, dass die Sache mit dem Netz gerade unterhalb der Kappe nicht so heiß gegessen wird ... Er würde die Art noch nicht ausschließen ...
Der Pilz hat nicht geblaut (auch die Poren nicht), war rot überhaucht am Stiel, beim auseinanderschneiden an der Basis rötend, unterhalb der Huthaut sieht man im Schnitt eine deutliche blutrote Linie ... Durchmesser der Kappe ca. 8 cm.
Was sagt ihr dazu?
Boletaceae 1-2.jpg
Boletaceae 2-2.jpg
Danke und liebe Grüße
Jock

Re: Ein ganz fahler Bolet

Verfasst: 02.07.2020, 21:30
von Gernot
Lieber Joachim,

das wäre natürlich auch ein Fall für Wolfgang, vielleicht schaut er hier rein. Ich hätte das eher für einen Filzröhrling (Xerocomus) gehalten, so aus der Ziegenlippen-Ecke.

Schöne Grüße
Gernot

Re: Ein ganz fahler Bolet

Verfasst: 03.07.2020, 08:13
von Joachim
Lieber Gernot,
danke - du hast recht, meistens ist es das Häufigste und Naheliegendste ... und die Sache mit dem Netz wäre damit gelöst ... Mich hat wahrscheinlich die Wuchsform stutzig gemacht mit dem wuchtigen, keuligen Stiel.
Liebe Grüße und frohes Forschen
Jock

Re: Ein ganz fahler Bolet

Verfasst: 09.07.2020, 23:33
von Wolfgang K
Lieber Joachim,

doch wohl nur ein Xerocomus subtomentosus, wenngleich sehr kräftig. Aber bei (insbesondere grubig-)netzigem Stiel und gelbem Basismyzel im Laubwald auf Xerocomus chrysonemus achten.

Schöne Grüße
Wolfgang

Re: Ein ganz fahler Bolet

Verfasst: 11.07.2020, 18:12
von Joachim
Lieber Wolfgang,
Vielen Dank - damit ist für mich das Rätsel gelöst :-)
Liebe Grüße und frohes Forschen
Jock